Cold Chain Cloud ist ein cloudbasierter SaaS-Dienst, der zwei Hauptaufgaben löst:
- Die erste Aufgabe ist das Sammeln, Überwachen und zentrale Speichern von Daten einer großen Anzahl von Messgeräten (Logger, Sensoren, Rekordern usw.). Diese Messgeräte können über verschiedene Datenübertragungsprotokolle mit Cold Chain Cloud kommunizieren und sich an unterschiedlichen geografischen Standorten befinden;
- Die zweite Aufgabe ist die Bereitstellung eines autorisierten Benutzerzugangs zu Messdaten über eine Weboberfläche sowie die Anzeige dieser Daten in einer benutzerfreundlichen Form.
Cold Chain Cloud ist ein plattformunabhängiger Dienst. Der Benutzer interagiert mit Cold Chain Cloud über einen Webbrowser, ohne zusätzliche Software auf seinem Computer installieren zu müssen.
Der Vorteil von Cold Chain Cloud liegt in seiner Client-Server-Architektur. Diese Architektur ermöglicht es, einen Teil der Datenverarbeitungslast vom Server auf das Gerät oder den Computer des Clients zu verlagern, wodurch die Leistung und Zuverlässigkeit des Dienstes verbessert werden.
Die Serverkomponente ermöglicht einerseits die Kommunikation über eine Server-API mit den Messgeräten (Logger, Sensoren, Rekordern usw.). Andererseits interagiert der Server über eine Client-API mit der Client-Komponente und liefert Daten gemäß den Benutzeranfragen. Die Hauptfunktionen der Serverkomponente sind daher Datenerfassung, Vorverarbeitung, Speicherung, Datensicherung und die Bereitstellung von Daten für die Client-Seite.
Die Serverkomponente ist eine Software, die in den Programmiersprachen JavaScript (Node.js) und C++ geschrieben ist. Sie läuft unter dem Betriebssystem Linux und wird auf Servern in einem Rechenzentrum gehostet. Die Client-Komponente ist eine JavaScript-Anwendung (AngularJS), die automatisch im Webbrowser des Benutzers geladen wird und bis zum Schließen des Browser-Tabs aktiv bleibt. Der Client-Dienst bietet Schnittstellen für die Echtzeitinteraktion des Benutzers mit den Daten, wie z. B. grafische Darstellung archivierter Gerätedaten, Anzeige von Diagrammen, Archiven, logischen Ereignissen, Alarmen, verschiedenen Widgets, Systemeinstellungen und mehr.
Cold Chain Cloud bietet ein flexibles Benutzerrechtesystem, das vom Systemadministrator vorkonfiguriert wird. Benutzer können in verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Berechtigungen und Rollen unterteilt werden: Administratoren, Operatoren, Benutzer usw. Abhängig von den zugewiesenen Rechten kann ein Benutzer nur die für ihn verfügbaren Daten und Geräte anzeigen oder ändern.
Online-Daten, die von verschiedenen Geräten empfangen werden, können anhand gemeinsamer Merkmale in Gruppen zusammengefasst werden. Für diese Gruppen können Diagramme, Berichte und Tabellen erstellt sowie Alarmgrenzwerte definiert werden.
Cold Chain Cloud ermöglicht es dem Benutzer, Geräte aus der Ferne in Echtzeit zu überwachen und zu steuern, Datenarchive anzuzeigen, Diagramme, Tabellen und Berichte für bestimmte Zeiträume zu erstellen sowie Daten in PDF-Dateien zu exportieren. In Diagrammen können die Maßstäbe auf den Achsen X und Y angepasst, zusätzliche Achsen hinzugefügt oder entfernt und Farben, Achsen sowie Linientypen konfiguriert werden. Detaillierte Diagramme können sowohl einzelne Parameter als auch Parametergruppen anzeigen. Über dem Hauptbereich des detaillierten Diagramms befindet sich ein „Zeitachsen“-Widget mit einer Vorschau der Diagrammtrends. Dieses Widget ermöglicht es dem Benutzer, schnell und intuitiv den gewünschten Zeitabschnitt für die detaillierte Diagrammerstellung auszuwählen.
Cold Chain Cloud verfügt über ein flexibles System zur Konfiguration von Alarmmeldungen. Alarmgrenzwerte können festgelegt werden, und Benutzer können so konfiguriert werden, dass sie Benachrichtigungen über Telegram, einen anderen Internet-Messenger oder per E-Mail erhalten. Je nach Verbindungsstatus der Geräte und dem Zustand der Daten (normal, voralarmiert oder alarmiert) ändert sich die Farbe der Datenwerte und Gruppen in Echtzeit. Außerdem sieht ein in Echtzeit verbundener Operator ein blinkendes Alarmsymbol am oberen Bildschirmrand, das erst nach der Bestätigung (Quittierung) des Alarms durch den Operator aufhört zu blinken.
Cold Chain Cloud führt ein technisches Protokoll, ein Benutzeraktionsprotokoll und ein Systemprotokoll. Im technischen Protokoll werden alle Alarme und Störungen in der technischen Ausrüstung aufgezeichnet. Dort wird auch die Reaktion der Benutzer auf Alarme festgehalten: wer sie wann bestätigt (quittiert) hat. Im Benutzeraktionsprotokoll werden Änderungen an den Einstellungen und Konfigurationen von Cold Chain Cloud, Projekten, Gruppen und Daten aufgezeichnet, die von bestimmten Benutzern zu bestimmten Zeiten vorgenommen wurden.
Cold Chain Cloud bietet außerdem die Möglichkeit, Prozessfließbilder (Mimic-Diagramme) in Form von Widgets mit aktiven Elementen zu erstellen. Diese Widgets ermöglichen die Visualisierung von Überwachungs- und Steuerungsprozessen in Echtzeit. Widgets sind eine kundenspezifische Option, die gemäß den technischen Anforderungen des Kunden entwickelt und abgestimmt wird.
Siehe auch: